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Eigentlich hatte ich ja große Vorbehalte nach Mallorca zu fahren. Wenig Positives war zu meinen Ohren gelangt, und bei Ballermann und Co. habe ich sofort auf Durchzug geschaltet.

Dass die Insel ein herrliches Wanderjuwel im Mittelmeer ist, hat unsere 7tägige Kurzreise nach Valldemossa gezeigt.

Das Wetter war zum Wandern optimal, da uns der Sonnenschein verbunden mit hohen Temperaturen oft verwehrt geblieben ist.




Am ersten Tag wanderten wir von Deja nach Soller ein paar Kilometer parallel zur Küste in etwa 400 Metern Höhe. Olivenhaine und kleine Fincas sowie herrliche Blütenpracht lagen auf unserem Weg.






Das Örtchen Soller und das nahe gelegene Port de Soller strahlen eine gemütliche mediterrane Atmosphäre aus.




Durch die engen Gassen fährt eine klapprige Straßenbahn, mit der man für 2 Euro von Soller nach Port de Soller fahren kann.








In Port de Soller drängen sich die Restaurants, in denen frischer Fisch angeboten wird dicht an dicht in der engen Bucht. Viele Segler und Yachtenbesitzer machen hier einen Halt, um sich von der Hafenstimmung einfangen zu lassen.








An der Steilküste brechen die Wellen mit großer Wucht auf die Felsen und erzeugen eine grelle Gicht.






Am zweiten Tag brechen wir von Valldemossa auf, um den nahegelegenen Hausberg Teix, der knapp 1000 Meter hoch ist, zu besteigen.




Mit Axel, einem Freund aus dem Allgäu, treffen wir uns und machen die wunderschöne Tour gemeinsam.






Noch ist das Wetter ein wenig trübe, aber der Aufstieg auf das langgezogene Plateau des Berges und die teilweise verklärte Sicht auf das Meer machen riesigen Spaß.




Gegen Mittag auf dem Gipfel des Teix werden die Mühen des Aufstiegs mit herrlichem Sonnenschein belohnt.




Steinadler hatten sich im Gipfelbereich aufgehalten und führen vor unseren Augen einige Start- und Landemanöver aus.








In der Ferne sieht man den höchsten Gipfel der Insel, den rund 1400 Meter hohen Puig Major. Der Berg ist aber leider für militärische Zwecke gesperrt.




In der warmen Mittagssonne ist ein kleines Schläfchen das höchste der Gefühle.






Über steile Serpentinen und große Olivenhaine geht der Rückweg nach Valldemossa.






Ein Geheimtipp: Am Abend nach Es Verger in das dortige Bauernrestaurant. In diesem Lokal wird urtümlich gekocht und in einer schrulligen Atmosphäre serviert. Die Lammschulter aus dem Steinofen ist die mühevolle Anfahrt auf abenteuerlicher Strecke allemal Wert.










Der nächste Tag führt uns mit dem Mietwagen die Nordwestküste entlang über Andraxs nach St. Elms, wo eine Überfahrt zur Insel Dragonera möglich ist. Auf dieser naturgeschützten Insel kann man seltene Vögel und eine Vielzahl von Eidechsen beobachten.






Die Steilküste Mallorcas ist geprägt durch schroffe Felsen, liebliches Grün der Fichten und Oliven sowie der malerisch gelegenen Landhäuser. Die vielen Aussichtspunkte an der kurvenreichen Straße laden zum Aussteigen und Genießen ein.




Die Überfahrt nach Dragonera ist mit einer kleinen Fähre möglich, die jeden Besucher nach etwa 2 Stunden von der Insel wieder zurückholt. In dieser Zeit kann man beim Spazieren über die kleine Insel die Flora und Fauna bestaunen.














Es wimmelt nur so von kleinen Echsen, die sich auf den von der Sonne heiß gewordenen Steinen tummeln und die Wärme genießen. Wenn man vorsichtig ist, kann man sich den Reptilien gut nähern.










Beim Warten auf die Fähre für die Rückfahrt beobachten wir in dem winzigen Hafenbecken rote Feuerquallen, denen man beim Baden besser nicht begegnen sollte.






Der nächste Tag, der uns mit eher bedecktem Himmel begrüßte, nutzten wir für eine stramme Tour um den Tossal Verds kombiniert mit der Besteigung desselben Berges.

Die Tour startet am Fuß des Puig Major, wo ein Stausee für die Trinkwasserressourcen der Insel gebaut wurde.






Durch 5 Tunnel, die zur Ableitung des Stauseewassers in den Fels gesprengt wurden, mussten wir uns mit Hilfe von Stirnlampen zwängen. Nur beim ersten Durchgang konnte man das Licht auf der anderen Seite direkt sehen. In den feuchten Röhren wurden wir dann ganz still.






Dahinter eröffnete sich eine abwechslungsreiche, schöne Berglandschaft, die wir bei den milden Temperaturen intensiv genossen haben.






Der Stamm dieses Olivenbaumes offenbart uns sein mehrere Hundert Jahre währendes Leben.




Etwa auf der Hälfte des Rundweges erfreuen wir uns einer Jause in einem gemütlichen Landhaus.










Die Besteigung des Tossal Verds bringt uns auf etwa 1100 Höhenmeter so hoch wie der Brocken in Norddeutschland. Mit dem Unterschied, dass wir einen Blick auf Meeresniveau nach unten haben. Ab und zu reißt die Wolkendecke auf und gibt schöne Blicke frei.




Die Blicke werden nicht von allen genossen, da die Verlockung des Gipfelmittagsschlafes höher zu sein scheint.










Ein regnerischer Tag bringt uns dazu, einen kurzen Blick in die Altstadt von Palma di Mallorca zu werfen. Natürlich starten wir an der gotischen Kathedrale, die uns mit ihrem interessanten Inneren besonders anspricht.






Besonders beeindruckend ist der moderne Altarschmuck von Gaudi, der die Dornenkrone symbolisieren soll und die alten Fenstermalereien.






In der Altstadt herrscht eine ruhige und gelassene Atmosphäre. Während einer Kutschfahrt lässt sich das Gassengewirr bequem erkunden.









Ist das Wetter wieder angenehmer, so ist eine Fahrt in den Südwesten der Insel nach Cala Pi genau das richtige. Etwa 30 km von Palma entfernt befindet sich ein Landstrich, der geprägt ist von schroffer Steilküste mit wundervollen Buchten, die zum Baden geradezu einladen.






Nur wenige etwas beschwerliche Gehminuten von Cala Pi entfernt gibt es kleine wenig besuchte Badebuchten. Hier waren wir fast den ganzen Tag die einzigen Besucher, die das 24 Grad warme Wasser genossen haben.












Spaziert man weiter an der Küste entlang, so sieht man neben den vielen Kräutern die nun blühende Herbstzeitlose, die im Gegensatz zum deutschen Exemplar wesentlich größere Blüten, aber keinen Stengel besitzt.






Auf den Felsbändern der Steilküste haben Wind und Wasser seltsame Formen in das Gestein geschaffen.












Am letzten Tag unseres kurzen Inselbesuches gehen wir den Pilgerweg von Soller hinauf zum Gipfel des Ofre, der mit seinen fast 1100 Metern nochmal eine schöne Aussicht über den Westteil der Insel gewährt.














Soller und Port de Soller liegen gut 1000 Meter unter uns in schönstem Sonnenschein.






Am letzten Abend gönnen wir uns in einer exzellenten Tapasbar in Deja frisch geschnittenen Schinken vom Wildschwein. Dazu gibt es Brot mit Oliven, Ajoli und einen trockenen Mallorcarotwein. Salute....





 
     
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