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Über Ostern 2005 fliegen wir wieder nach Nepal, um im Everestgebiet den herrlichen Aussichtspunkt auf eine der schönsten Hochgebirgslandschaften der Erde, den Kalar Patar, zu besteigen.

Da wir nur 14 Tage zur Verfügung haben, stürzen wir uns zunächst nicht in das Getümmel von Kathmandu, sondern fliegen sofort weiter mit dem kleinen Propellerflugzeug nach Lukla, in die Kumbhu Region.

Dort werden wir von einem englischsprechenden jungen Sherpa empfangen, der Simone und mich individuell in den nächsten 12 Tagen führt.

Die Aklimatisationsphase der ersten Tage bringt uns nach Namche Basar, wo wir uns langsam an die große Höhe gewöhnen können.

Weiter über Tengboche, Dingboche in Richtung Everest Base Camp führt uns unser Weg. Zur weiteren Aklimatisation besteigen wir einen 5000er Gipfel. Nach 8 Tagen im Gebiet wagen wir dann bei herrlichstem Wetter den Aufstieg auf den Kalar Patar, von dem aus man eine unvorstellbar schöne Aussicht auf die Eisriesen des Kumbhugebietes hat.

Zum Ende dieser Seite die Bilder aus Kathmandu und Umgebung, die ich später noch kommentieren werde.




Die Turbo Propp von Dornier startet am frühen Morgen in den beinahe wolkenlosen Himmel von Kathmandu und fliegt uns südlich entlang der Himalayakette nach Osten in die Everestregion.




Der nur 35minütige Flug nach Lukla ist wohl einer der spektakulärsten Linienflüge der Welt. Mit einem atemberaubenden Blick auf die Berge beginnt das Spektakel. Kurz vor der Landung wird ein etwa 4200 Meter hoher Pass beinahe gestreift, um danach in das enge Tal des Dudh Khosi einzuschwenken. Die erst seit einigen Jahren asphaltierte Landepiste ist extrem kurz und endet sprungschanzentischähnlich direkt vor einer riesigen Felswand.




Kaum ist die Erleichterung wegen der schadlosen Ankunft zu spüren, da taucht man ein in eine herrliche Berglandschaft und ist endlich im Everestgebiet angekommen.




Gemütlich wandert man von Lukla talaufwärts bis nach Namche Basar, dem Zentrum der Sherpas.




Namche Basar liegt wie ein Parabolspiegel geformt auf einer Anhöhe und wird von vielen bunten traditionellen Gebäuden gebildet. Hier bleiben wir zur Aklimatisation zwei Tage, an denen wir den Ort mit seinen Menschen und der Kultur ein wenig kennenlernen möchten.




Das Wetter ist kühl und noch wenig stabil. Die Wolken ziehen blitzschnell auf und bringen bis auf 3500 Meter hinunter Schnee, der aber nach kurzer Zeit wieder zu schmelzen beginnt. Die Landschaft wird in ein zartes Weiß und Grau getaucht.






In Kunde, wo Edmund Hilary, der Erstbesteiger des Everest, ein Hospital für die Menschen der Region betreibt, bleiben wir eine Nacht und beobachten, wie die Sonne die Schneewolken immer wieder vertreibt. Dann kommen Berggestalten zum Vorschein, die uns in Staunen versetzen.




Ama Dablam, einer der schönsten Gipfel der Welt taucht aus dem Wolkenmeer auf und erlaubt uns Blicke auf seine Eiskrone.




Das Tramserkumassiv öffnet seine Flanke für unsere neugierigen Blicke.




Am nächsten Morgen ist keine Wolke mehr zu sehen. Wir trekken weiter das Tal hinauf mit Blicken auf die Ama Dablam, den Nuptse und den Everest.




Über Hängebrücken wechseln wir mehrfach die Seite des Tales und steigen durch dichten Wald auf nach Tengboche, wo wir zu Füßen des berühmten Klosters eine Nacht verbringen. Mittlerweile sind wir bereits auf 3800 Metern und haben uns schon etwas akklimatisiert.




Die Mönche blasen durch das Gehäuse einer riesigen Schnecke zur Puja, einer Art Gottesdienst bei den Buddhisten aus Tibet.




Die Mönche kommen aus allen Bereichen des Klosters und eilen in den zentralen Versammlungsraum.




Ob das Yak auch eine Einladung hat?




In der religiösen Zeremonie werden von den Mönchen Mantras gebetet.




Weiter führt uns der Weg Richtung Everest über Pengboche in Richtung Dengboche, wo wir wiederum zwei Nächte zur besseren Aklimatisation bleiben wollen. Der Ort auf 4200 Metern Höhe ist ein idealer Ausgangspunkt für einige Aklimatisationsunternehmungen.




Leider ist das Wetter wieder umgeschlagen und hat uns Schnee und Frost gebracht. In einer kleinen Lodge wärmen wir uns am Ofen, der mit Yakdung beheizt wird und lassen uns die gute Laune trotz des schlechten Wetters nicht verderben.






In Dengboche begrüßt uns das Yak, welches bunt geschmückt mitten auf dem Weg im Stehen ein Nickerchen hält.




Wie bestellt ist am nächsten Morgen erneut schönes Wetter dem Schneefall gefolgt. Die Gelegenheit ist günstig, einen Aussichtsberg zu versuchen, der mit einer Höhe von immerhin 5000 Metern einen tollen Blick auf die umliegenden Berge erlaubt. Die langsame Begehung dieses Berges dient weiter für unsere Aklimatisation, die wir in den nächsten Tagen oberhalb Lobuches dringend brauchen werden.




In den folgenden Stunden genießen wir fantastische Blicke zurück auf unseren bisher zurückgelegten Weg, aber auch auf den Makalu, den Island Peak, den Taboche und natürlich die Ama Dablam, allerdings diesmal von der Rückseite.












Mit Kanza, unserem Sherpa Guide haben wir gemeinsam viel Spaß. Wir erzählen uns gegenseitig von zu Hause, scherzen und hoffen auf gutes Wetter in den nächsten Tagen, vor allem, wenn wir den Kalar Patar besteigen wollen.




Die Aussicht in der wolkenlosen klaren Luft auf den Makalu ist famos und lässt den gewaltigen Achttausender viel näher erscheinen, als er tatsächlich ist.




Vom Gipfel blicken wir auf die Rückseite der Ama Dablam.




Hier sehen wir den Taboche, auf dessen Vorgipfel wir bereits vor ein paar Jahren gestanden haben.






Noch einmal der Gipfelaufbau der Ama Dablam. Vom Aufstieg auf diesen beinahe 7000 Meter hohen Berg können wir nur träumen.






Der Island Peak hingegen ist eine gute Herausforderung für engagierte Bergamateure und könnte ein Ziel in naher Zukunft sein. Der gut 6000 Meter hohe Berg ist allerdings nicht zu unterschätzen, da die Hochtour bei schlechtem Wetter und schlechten Eisbedingungen durchaus gefährlich sein kann.

Wir genießen die Zeit auf dem Gipfel und fühlen uns trotz der beachtlichen Höhe sehr fit.




Am nächsten Morgen geht der Trek weiter über Periche in Richtung Lobuche, wo wir am frühen Abend erwarten anzukommen.




Der Gipfel des Pumo Ri, der in direkter Nachbarschaft zum Everest liegt grüßt uns von weitem.




Kurz vor Lobuche beginnt die Stirnmoräne des Khumbugletschers und damit steht uns ein steiler Anstieg bevor. In einer gemütlichen Lodge am Fuße des Anstieges stärken wir uns mit Tee und Nudelsuppe.




Nach einem 2stündigen Anstieg in steilen Serpentinen erreichen wir eine Gedenkstätte für die gestorbenen Bergsteiger am Everest.




Mich beschleicht ein nachdenkliches Gefühl beim Betrachten der vielen Steinbauten, die mit Gedenktafeln behaftet sind und zwischen denen die Gebetsfahnen im Wind flattern.




Was treibt Bergsteiger zu solchen Risiken, die immer wieder in einer Katastrophe enden? Wir sind froh, dass es uns genügt, die großen Achttausender von der Nähe zu sehen.




Lange bleibe ich vor dem Mahnmal Scott Fischers stehen und muss daran denken, was 1996 hier am Berg alles passiert ist. Viele Male habe ich Jon Krakauers Buch "In eisigen Höhen" gelesen, aber jetzt, wo wir vor Ort sind, ist die Wirkung noch viel größer.




Aufgereiht wie an einer Perlenschnur stehen die Gedenksteine vor dem Gletscher, als wollten sie sagen, überlegt euch genau, was ihr hier wollt.

Für uns ist das klar: Besteigung des technisch einfachen Kalar Patars mit einem hoffentlich wolkenlosen Blick auf das Dach der Welt.




Wir schreiten andächtig links an der Seitenmoräne des Khumbugletschers voran Richtung Lobuche, wo wir in der Nacht aufbrechen wollen nach Gorak Shep und weiter zum Kalar Patar.












Wir kommen unserem Ziel immer näher und die Berggestalten werden immer imposanter. Der Talschluß mit dem Pumo Ri wird immer deutlicher erkennbar. Dort muss unser Aussichtsberg irgendwo sein. Die Spannung wächst.






Lobuche ist nicht unbedingt ein Juwel in der Landschaft, aber unsere Lodge ist ganz sauber und im Restaurant ist es gut geheizt. Am Nachmittag steigen wir auf die Seitenmoräne des Gletschers und können die Aussicht kaum fassen.












Und da ist er auch erstmalig zu sehen, der Kalar Patar. Ein in der Nachbarschaft zu den Großen winzig wirkender Schotterhügel, der vis a vis zum Everest liegt. Hoffentlich ist das Wetter morgen gut.




Dieser Abschnitt in der Wand des Nuptse, sicherlich über 1000 Meter hoch, fasziniert mich besonders. Ohne Größenvergleich sind die Ausmaße kaum vorstellbar.






Wir genießen die atemlosen Blicke in dieser Urlandschaft auf fast 5000 Metern Höhe und können es kaum erwarten, weiter in Richtung Everest zu laufen.




In der Nacht geht es nun endlich los. Im Schein unserer Stirnlampen und mit der Unterstützung durch den Mondschein in der sternenklaren Nacht wandern wir dem Khumbu Eisbruch entgegen. Um 5 Uhr erreichen wir in der Morgendämmerung Gorak Shep, wo der Aufstieg zum Kalar Patar beginnt.






Die erste Morgenröte zeigt sich und gibt die Blicke frei auf eine unbeschreibliche Bergnatur.






Der Gipfelaufbau des Pumo Ri wird von den Sonnenstrahlen beschienen und offenbart  uns seine scharfen Grate. In diesen Tagen stirbt dort ein Bergsteiger in einer Eiswand an akuter Erfrierung.

Viele Bergsteiger oder Trekker unterschätzen die Auswirkungen der Höhe und des Klimas und müssen dafür manchmal mit ihrem Leben bezahlen. Die Helicopter von der Bergrettung versuchen die Höhenkranken nach Periche zu fliegen, um sie in einer kleinen französischen Krankenstation zu versorgen. Oft kommt auch wegen des schnell sich ändernden Wetters jede Hilfe zu spät.








Der Aufstieg auf den Kalar Patar ist technisch einfach, aber ganz schön anstrengend wegen der immer dünner werdenden Höhenluft. Aber die immerwährende Aussicht entlohnt reichlich.




Kurz vor dem Ziel wird der Gipfel des Everest sichtbar. Chomolungma oder Sagarmatha sagen die Tibeter zu dem höchsten Berg unserer Erde. Die Ausmaße sind so unvorstellbar, dass keine Fotoaufnahme die Realität richtig wiedergibt. Wir sind sprachlos...








Auf dem etwas ausgesetzten Gipfel des Kalar Patar bringen wir eine mitgebrachte Gebetsfahne an, die uns für die Zukunft Glück bringen soll.

Gut eine Stunde nehmen wir uns Zeit, um die herrliche Aussicht zu genießen.










Die Ama Dablam wirkt in dem Szenario der Achttausender wie ein kleiner Nebengipfel.






Durch diesen Eisbruch müssen alle Everstbezwinger. Der Khumbu Eisbruch ist die technisch schwierigste Stelle der Besteigung. Hier passieren viele Unfälle durch Gletscherspalten oder Serakeinbrüche.







Unsere Augen scannen die Bergflanken, Schneewächten, Gipfelgrate und Eisbrüche ein, um sie in unserer Erinnerung möglichst lange zu bewahren.














Der Weg zum Kalar Patar war anstrengend aber lohnend. Wir haben Glück mit dem Wetter gehabt und durften Blicke auf eine der schönsten Hochgebirgslandschaften der Erde werfen. Wir durften ein wenig die Gastfreundschaft der Sherpas genießen, die uns mit ihrer offenen, freundlichen Art ans Herz gewachsen sind.

Drei Tage trekken wir gemütlich zurück nach Lukla, fliegen über Kathmandu wieder nach Deutschland und kommen mit unseren Gedanken erst viel viel später wieder zu Hause an.


Hier demnächst ein paar Infos über Kathmandu und Umgebung...

Die Bilder...




Durbar Square...





















Pashupathinath...








































Swajanbuthnath...























Bodnath...























Baktharpur...


































































Buddhalikantha...












































 
     
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